Deutscher Wetterdienst baut #WarnWetter zur Naturgefahren-App aus

Aus der DWD-Pressemitteilung vom 25.11.2016:

Behörden von Bund und Ländern kooperieren beim Ausbau von WarnWetter
Die Integration der neuen Warnungen in die WarnWetter-App wurde durch eine enge Kooperation des Hochwasserportals der Länder, der Bayerischen Lawinenwarnzentrale sowie der Bundesbehörden Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie und DWD ermöglicht. Hans-Joachim Koppert, Vorstandsmitglied und Leiter der Wettervorhersage des DWD: „Hier haben Bund und Länder im Interesse der Bürger an einem Strang gezogen. Wir kommen so unserem Ziel deutlich näher, die Bevölkerung aus einer Hand vor allen Gefahren zu warnen, die Wetter verursachen kann.“

Push-Nachrichten für Hochwasserwarnungen
Die App warnt ab sofort in drei Gefährdungsstufen für Gebirgsregionen wie die Bayerischen Voralpen vor Lawinen und unterscheidet dabei zwischen Berg- und Tallagen. Zugleich wird die gefährdete Hangrichtung angezeigt. Ein Text erläutert die Warnung und beschreibt, wie sich die Lawinengefahr bis zum Folgetag verändern wird. Bei den Sturmflutwarnungen für die deutsche Nord- und Ostseeküste bietet die App jetzt Informationen für je fünf Regionen an, wie zum Beispiel das Elbegebiet. Die Warnungen können als Push-Nachrichten abonniert werden. Schließlich stellt WarnWetter ab sofort die Hochwasserlage in den Bundesländern dar. Messwerte der Pegel aller deutschen Hochwasserzentralen können ergänzend angezeigt werden. Bei Hochwasser werden in der App Gefahrenstufen farblich markiert. Beim Anklicken einzelner Pegel werden eine Einordnung der aktuellen Hochwassersituation angezeigt und über einen Link weiterführende Informationen, zum Beispiel zum Herausgeber des Pegelstands, bereitgestellt.

Die Hauptfunktionen der WarnWetter-App des DWD auf einen Blick
• NEU: Hochwasserwarnungen und Hochwasserlage in den Bundesländern
• NEU: Sturmflutwarnungen, Wasserstandvorhersagen für die deutsche Küste
• NEU: Einschätzung der Lawinengefahr für die Bayerischen Alpen
• Amtliche Warnungen zur Warnsituation, Infos zur Entwicklung der Warnlage
• Individuell konfigurierbare Warnelemente und Warnstufen
• Zuschaltbare Alarmierungsfunktion bei Änderung der Warnlage vor Ort
• Unwettervideos aus dem DWD-TV-Studio bei Unwetterlagen
• Aktuelle Wetterradarbilder mit Anzeige der georteten Blitze
• Aktueller Warnmonitor für Gewitter und Schneefall
• Integrierte Hitzewarnungen und Angaben zur lokalen Wärmebelastung
• UV-Warnungen in Ortsansicht und als flächige Karte
• Teilen von Warninformationen in Social Media
• Weitere Wetterinformationen zur Personalisierung des Unwetterrisikos

“Meine Pegel”-App jetzt mit Gangliniengrafiken für Sachsen

Die amtliche Hochwasser-App “Meine Pegel” mit mittlerweile mehr als 1700 Pegeln ist ein Service von www.hochwasserzentralen.de und steht für alle gängigen mobilen Plattformen in den jeweiligen Stores bereit. Sie ist optimal, um sich per Push-Benachrichtigung warnen zu lassen.

Mittlerweile werden in “Meine Pegel” auch für die Pegel in Sachsen (neben den reinen Zahlenwerten) Grafiken der Wasserstandsverläufe angezeigt. Im Falle von Hochwasser enthalten die Grafiken dann auch Vorhersagen.

Das Angebot rückt damit näher an den Informationsumfang heran, welcher über das Webportal des Landeshochwasserzentrums zugänglich ist. Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben, dass die Seiten des LHWZ-Webportals auch in einer Ansicht, optimiert für mobile Endgeräte verfügbar sind!

Study on the 2015 European Drought published in HESS

Almost one year ago, I wrote a number of posts on the drought situation in Germany/Saxony, e.g., here or here. For parts of Europe, e.g., the upper Elbe basin, the 2015 event was even more severe than the 2003 drought. For the Czech Republic and parts of Eastern Germany (e.g., Saxony) the situation did only slightly improve by now. For instance, there was no significant groundwater recharge in Saxony since the 2013 flood event.

A nice analysis of last-year’s drought, paired with a follow-up investigation is now freely available from HESS. The results suggest, that the drought situation was ongoing for parts of Europe as of February 2016. In the meantime, some of these parts (e.g., Southern Germany) received way too much precipitation at once (e.g., see here). Also for other parts of Europe, the situation did relax (see here or here).

However, specifically for the Czech Republic or Saxony, there was no complete turnaround regarding especially the groundwater balance til today. Schau’n ‘mer mal…

Follow-Up zur regionalen Niederschlagsklimatologie Sachsen

Als kleines Follow-Up zu diesem Artikel nun knapp einen Monat später die SPI-basierte Niederschlagsklimatologie für Sachsen (der SPI sagt mit einfachen Zahlen, ob es nass oder trocken war; mehr Infos dazu siehe o.g. Artikel).

30-Tage SPI per 24.07.2016, abgeleitet aus DWD-REGNIE-Daten.

30-Tage SPI für Sachsen per 24.07.2016, abgeleitet aus DWD-REGNIE-Daten.

Es bedeuten dabei die Farben:

SPI_Legend

Generell sieht man einige regionale Unterschiede, was hauptsächlich durch die in den vergangenen Wochen aufgetretenen eher lokalen Niederschlagsereignisse bedingt ist. Das wiederum ist aber durchaus nicht ungewöhnlich für einen durchschnittlichen mitteleuropäischen Sommer…

Mäßig erhöhte Hochwassergefährdung in Ostsachsen in den nächsten 24 Stunden…

…sagt zumindest unser Frühwarn-Prototyp (Achtung! Gilt für kleine Einzugsgebiete kleiner 200 km²):

“Besonders in Ostsachsen heute noch Gewitter. Nachts und am Donnerstag vor allem in Ostsachsen Dauerregen. Größere Mengen sind möglich; daher mäßig erhöhte Hochwassergefährdung in diesen Bereichen. Eine überregionale Hochwassergefährdung besteht derzeit nicht!”

Franz B. sagt: Schau’n ‘mer mal… Gute Idee: sich unter http://wettergefahren.de/ informieren und mit der DWD-WarnWetter-App direkt mit Wetterwarnungen versorgen zu lassen… Wenn es hochwassermäßg brenzlig wird, wird das Landeshochwasserzentrum Sachsen in gewohnt professioneller Art und Weise seine Arbeit machen.

Achtung: Es handelt sich hierbei nicht um eine amtliche, offizielle, noch in irgendeiner Weise belastbare Information!

Hochwassergefährdung in Sachsen für die nächsten 24 Stunden; Stand: 13.07.2016, 16:00 Uhr MESZ.

Regionale Hochwassergefährdung für kleine Einzugsgebiete (kleiner 200 km²) in Sachsen für die nächsten 24 Stunden; Stand: 13.07.2016, 16:00 Uhr MESZ.

Was sagen die Farben? Hier steht es:

Zur Bedeutung der Warnstufen.

Zur Bedeutung der Warnstufen.