“Meine Pegel”-App jetzt mit Gangliniengrafiken für Sachsen

Die amtliche Hochwasser-App “Meine Pegel” mit mittlerweile mehr als 1700 Pegeln ist ein Service von www.hochwasserzentralen.de und steht für alle gängigen mobilen Plattformen in den jeweiligen Stores bereit. Sie ist optimal, um sich per Push-Benachrichtigung warnen zu lassen.

Mittlerweile werden in “Meine Pegel” auch für die Pegel in Sachsen (neben den reinen Zahlenwerten) Grafiken der Wasserstandsverläufe angezeigt. Im Falle von Hochwasser enthalten die Grafiken dann auch Vorhersagen.

Das Angbot rück damit näher an den Informationsumfang heran, welcher über das Webportal des Landeshochwasserzentrums zugänglich ist. Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle bleiben, dass die Seiten des LHWZ-Webportals auch in einer Ansicht, optimiert für mobile Endgeräte verfügbar sind!

Study on the 2015 European Drought published in HESS

Almost one year ago, I wrote a number of posts on the drought situation in Germany/Saxony, e.g., here or here. For parts of Europe, e.g., the upper Elbe basin, the 2015 event was even more severe than the 2003 drought. For the Czech Republic and parts of Eastern Germany (e.g., Saxony) the situation did only slightly improve by now. For instance, there was no significant groundwater recharge in Saxony since the 2013 flood event.

A nice analysis of last-year’s drought, paired with a follow-up investigation is now freely available from HESS. The results suggest, that the drought situation was ongoing for parts of Europe as of February 2016. In the meantime, some of these parts (e.g., Southern Germany) received way too much precipitation at once (e.g., see here). Also for other parts of Europe, the situation did relax (see here or here).

However, specifically for the Czech Republic or Saxony, there was no complete turnaround regarding especially the groundwater balance til today. Schau’n ‘mer mal…

Follow-Up zur regionalen Niederschlagsklimatologie Sachsen

Als kleines Follow-Up zu diesem Artikel nun knapp einen Monat später die SPI-basierte Niederschlagsklimatologie für Sachsen (der SPI sagt mit einfachen Zahlen, ob es nass oder trocken war; mehr Infos dazu siehe o.g. Artikel).

30-Tage SPI per 24.07.2016, abgeleitet aus DWD-REGNIE-Daten.

30-Tage SPI für Sachsen per 24.07.2016, abgeleitet aus DWD-REGNIE-Daten.

Es bedeuten dabei die Farben:

SPI_Legend

Generell sieht man einige regionale Unterschiede, was hauptsächlich durch die in den vergangenen Wochen aufgetretenen eher lokalen Niederschlagsereignisse bedingt ist. Das wiederum ist aber durchaus nicht ungewöhnlich für einen durchschnittlichen mitteleuropäischen Sommer…

Mäßig erhöhte Hochwassergefährdung in Ostsachsen in den nächsten 24 Stunden…

…sagt zumindest unser Frühwarn-Prototyp (Achtung! Gilt für kleine Einzugsgebiete kleiner 200 km²):

“Besonders in Ostsachsen heute noch Gewitter. Nachts und am Donnerstag vor allem in Ostsachsen Dauerregen. Größere Mengen sind möglich; daher mäßig erhöhte Hochwassergefährdung in diesen Bereichen. Eine überregionale Hochwassergefährdung besteht derzeit nicht!”

Franz B. sagt: Schau’n ‘mer mal… Gute Idee: sich unter http://wettergefahren.de/ informieren und mit der DWD-WarnWetter-App direkt mit Wetterwarnungen versorgen zu lassen… Wenn es hochwassermäßg brenzlig wird, wird das Landeshochwasserzentrum Sachsen in gewohnt professioneller Art und Weise seine Arbeit machen.

Achtung: Es handelt sich hierbei nicht um eine amtliche, offizielle, noch in irgendeiner Weise belastbare Information!

Hochwassergefährdung in Sachsen für die nächsten 24 Stunden; Stand: 13.07.2016, 16:00 Uhr MESZ.

Regionale Hochwassergefährdung für kleine Einzugsgebiete (kleiner 200 km²) in Sachsen für die nächsten 24 Stunden; Stand: 13.07.2016, 16:00 Uhr MESZ.

Was sagen die Farben? Hier steht es:

Zur Bedeutung der Warnstufen.

Zur Bedeutung der Warnstufen.

Ziemlich nass war’s in Sachsen in den vergangenen 30 Tagen

Wie für ganz Deutschland gilt auch für Sachsen, dass die vergangenen 30 Tage seit Fronleichnam (26.05.2016) ziemlich nass waren. Allerdings gilt diese Aussage nicht flächig, sondern vor allem lokal (in Folge konvektiver Starkregen).

Anhand der SPI-30-d-Werte wird das gut sichtbar:

Standardisierter Niederschlagsindex (SPI) bezogen auf einmonatige gleitende Niederschlagssummen im Zeitraum 26.05. bis 24.06. der Referenzperiode 1981 bis 2010

Standardisierter Niederschlagsindex (SPI) bezogen auf einmonatige gleitende Niederschlagssummen im Zeitraum 26.05. bis 24.06. der Referenzperiode 1981 bis 2010.

Dabei bedeuten die weißen Punkte, dass es ungefähr soviel geregnet hat, wie in Mittel im Zeitraum 26.05. bis 24.06., bezogen auf alle Jahre der Referenzperiode von 1981 bis 2010. Die dunkelblauen Punkte (“extrem feucht”) bedeuten hingegen eine Regenmenge in besagtem Zeitraum, die im statistischen Sinne nur mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 2 % oder weniger zu erwarten ist (siehe Seite 2 des Dokuments)!

Gut sichtbar wird das z.B. für die Station Tannenberg im Erzgebirge (aktueller SPI für Zeitraum 26.05 bis 24.06.2016 beträgt rund 2,2):

Kumulative Verteilung der 30-d-Niederschläge an der Station Tannenberg für den Zeitraum 26.05. bis 24.06. der Jahre 1981 bis 2010 (x) im Vergleich zu 2016 (*).

Kumulative Verteilung der 30-d-Niederschläge an der Station Tannenberg für den Zeitraum 26.05. bis 24.06. der Jahre 1981 bis 2010 (x) im Vergleich zu 2016 (*).

Update: hier noch, wie das Ganze per 24.06.2016 ausschaut:

SPI-1m_26.06.2016

Standardisierter Niederschlagsindex (SPI) bezogen auf einmonatige gleitende Niederschlagssummen im Zeitraum 28.05. bis 26.06. der Referenzperiode 1981 bis 2010.