Aktuelle Hochwassergefährdung in Sachsen

Auf Grund der in den vergangenen Tagen gefallenen Niederschläge sowie der Schneeschmelze kam es – ausgehend von einem niedrigen Niveau – bereits zu einem moderaten Anstieg der Wasserführung. Das betrifft vor allem kleinere Gewässer in mittleren Höhenlagen, wo noch eine signifikante Schneerücklage vorhanden ist, der Niederschlag aber überwiegend als Regen fiel.

Das Tauwetter wird sich in den kommenden Tagen durch allgemein mäßig STEIGENDE TEMPERATUREN (Durchgang einer Warmfront) verstärken. Weiterhin wird sich ab heute im Vorhersagegebiet eine NIEDERSCHLAGSREICHE WITTERUNG einstellen, wobei auch in den höchsten Lagen des Freistaates der Niederschlag überwiegend als Regen fallen wird und somit die SCHNEESCHMELZE SIGNIFIKANT VERSTÄRKT wird.

Im Bergland bewegen sich die Schneehöhen aktuell zwischen 10 und 30 cm, in den Kammlagen bis 40 cm (Fichtelberg: 75 cm). Für Bereiche mit signifikanter Schneerücklage hat der Deutsche Wetterdienst heute AMTLICHE WARNUNGEN VOR TAUWETTER (gültig bis einschließlich Donnerstag) herausgegeben. Für die kommenden 72 h sind Dargebote von verbreitet 20 bis 30 mm im Flachland und 60 bis 90 mm im Bergland zu erwarten; im Stau des Erzgebirges möglicherweise auch darüber!

Diese abflusswirksamen Dargebote werden eine DEUTLICHE ERHÖHUNG DER WASSERFÜHRUNG verursachen, zunächst von kleineren Gewässern im Bergland und dann von größeren Gewässern, auch im Flachland. Damit wird sich die HOCHWASSERGEFÄHRDUNG im Vorhersagezeitraum im Verlauf der Woche STETIG ERHÖHEN.

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Aktuelle Trockenheit in Deutschland

Aktuell herrscht in Deutschland eine ausgeprägte Trockenheit. Vor allem die Winterniederschläge blieben in einigen Teilen Deutschlands weit hinter den statistischen Erwartungen zurück (meteorologische Trockenheit). Das trifft vor allem für den Süden und Südwesten zu. Die hydrologische Trockenheit (Niedrigwasser) hat sich partiell auf Grund von Schneeschmelze etwas entspannt. Allerdings ist bisher keine durchgreifende Änderung der Situation abzusehen.

Aktuelle Trockenheitssituation entsprechend UFZ-Dürremonitor.

Aktuelle Trockenheitssituation per Ende Januar 2017 im Vergleich zu den Vorjahren 2014, 2015 und 2016 entsprechend UFZ-Dürremonitor.

Auch für Sachsen gilt, dass vor allem die vergangenen drei Monate statistisch gesehen (z.B. beurteilt anhand des SPI) wenig Niederschläge aufwiesen, allerdings wurde die Wasserführung in den Gewässern durch zwischenzeitliche Schneeschmelzereignisse unterstützt.

SPI über drei Monate zum Stichtag 11.02.2017. Quelle: LHWZ Sachsen.

SPI über drei Monate zum Stichtag 11.02.2017. Quelle: LHWZ Sachsen.